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Bahnlärm - Ein Schwerpunktthema der Kommunalpolitik :

Kommunales

Rhens:  Bahnlärm wird zunehmend zu einem Schwerpunktthema der Lokalpolitik in der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel. Dies war der Anlass für die SPD-Fraktion des VG-Rates sich in Rhens, einem besonders vom Bahnlärm betroffenen Ort, mit dem Thema zu befassen. Dr. Christine Goebel , Fraktionsvorsitzende  der SPD im Stadrat Rhens und Mitglied im VG-Rat demonstrierte ihren VG-Ratskollegen die Problematik an den spezifischen Brennpunkten vor Ort.

Seit Jahren sorgt eine im Zuge eines Brückenumbaues verlegte Weiche bei den Anliegern für schlaflose Nächte. Durch Besonderheiten im Untergrund werden hier zusätzlich funktionsbedingte Erschütterungen verstärkt auf angrenzende Wohngebäude übertragen. Nur ein Verlagern der Weiche wird zur Entlastung der Anlieger beitragen. Dies wurde von der DB-Netz nach langwierigen Verhandlungen zugesagt und soll nun realisiert werden.

Problematisch ist in Rhens auch die Nähe der Bahngeleise zu Wohnbauten. Dies zeigt sich extrem an einem aufwändig restaurierten, historischen Fachwerkhaus   in der Langstraße. Dort kann man mit den Händen nach den Zügen greifen. Im engen  Rheintal wurden die Bahntrassen im 19. Jahrhundert  rücksichtslos mitten durch die Wohngebiete gelegt. Dies gilt ebenso für die Moselbahnstrecke.

Generelle Probleme sind das hohe und noch wachsende Bahnverkehrsaufkommen, hohe Geschwindigkeiten und ein veralteter Fahrzeugbestand.

Kurzfristig würde eine Geschwindigkeitsbegrenzung der durchfahrenden Züge helfen, den Lärm zu mindern. Diese Forderung der Bürgerinnen und Bürger wird von der SPD-Fraktion unterstützt. Bedauerlicherweise sind die Schienenanlagen im Rhein- und Moseltal sogenannte „Bestandstrecken“ für die noch Lärmgrenzwerte aus dem Jahre 1974 gelten. Aus wirtschaftlichen Gründen wehren sich die Betreiber und Nutzer dagegen, daran etwas zu ändern. Unverändert fortbestehende Schienenwege unterliegen leider  nicht der Verkehrslärmschutzverordnung.

Es ist zu hoffen, dass zumindest die 2014 im Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU/CSU vereinbarte Umrüstung der Güterzugbremsen fristgemäß bis zum Jahre 2020 abgeschlossen ist. Bisher sind ca. 50% der Graugußbremssohlen durch Verbundstoffsohlen ersetzt.

Die Fraktion empfiehlt den Bürgerinnen und Bürgern sich in den überparteilichen Bürgerinitiativen gegen den Bahnlärm zu engagieren. An der Mosel ist die „BI gegen Bahnlärm im Moseltal e.V.“  und am Mittelrhein  die „BI im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn“ aktiv. An der Mosel sind selbst einige Ortsgemeinden schon Mitglied in einer BI.

 

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