REGION. Die Entscheidung des Mendiger Stadtrates im Gewerbegebiet an der A61 keine innenstadt-relevanten Sortimente zuzulassen ist richtig.
Mendig arbeitet seit Jahren an einer vernünftigen konsequenten Innenstadtentwicklung. Leerstand wurde und wird beklagt.
Mendig hat zudem besondere Lasten durch den Abzug der Bundeswehr zu schultern und deshalb hat das Land Rheinland-Pfalz Millionenbeträge als Förderung zur Verfügung gestellt. Gefördert wird darüber hinaus auch die Innenstadtentwicklung. Wer dann innenstadtrelevante Sortimente am Stadtrand zulassen will, konterkariert das und nimmt in Kauf, dass es zukünftig noch mehr Leerstand in der Innenstadt gibt.
Gewerbegebiete an den Rändern der Stadt sind eben keine Sondernutzungsgebiete für innenstadtre-levanten Einzelhandel. Diesen Konsens gab es bei der Umnutzung des Flugplatzes; wieso soll jetzt an der A61 anderes gelten? Unsere Innenstädte bluten immer mehr aus, je mehr innenstadtrelevante Sortimente an den Rändern angeboten werden. Jede Gemeinde unserer Region würde Einzelhan-delsgebiete „auf der grünen Wiese“ sofort vermarktet bekommen: Zu Lasten nicht nur der eigenen Innenstadt, sondern auch der umliegenden Gemeinden. Ähnliche Diskussionen, wie jetzt in Mendig haben auch schon viele andere geführt; und niemand hat es sich leicht gemacht. Es gibt einen Kon-sens in der Region, dass Entwicklungen wie in Mülheim-Kärlich nicht mehr vorkommen sollten; auch nicht in Ansätzen. Innenstädte müssen stark bleiben und gestärkt werden; allein schon wegen der demografischen Entwicklung. Wir wollen in unseren Städten wohnen, leben, arbeiten und einkaufen. Wer das Ernst nimmt, kann die Entscheidung des Mendiger Stadtrates nur begrüßen